Kokos Panna Cotta Tarte mit Beerenspiegel

Dieser Kuchen passt immer: Die vegane Kokos Panna Cotta Tarte wird mit einem fruchtigen Beerenspiegel getoppt und ist zwar zeitaufwendig(er), aber denkbar simpel.

Die vegane Kokos Panna Cotta Tarte zeigt von oben fotografiert den tiefroten Berrenspiegel und einen Ring aus Heidelbeeren und Himbeeren. In der Mitte ist ein kleinerer Kreis aus Pistazien und Minzblättern zu sehen. Der Untergrund ist ein steiniges grau und ein schwarz-weiß gestreiftes Tuch.
Leicht, süß und erfrischend – da ist sogar ein Schokofanatiker wie ich glücklich.

Wenn Schokolade auch nur ansatzweise irgendwo hineinpasst, landet sie bei mir auch dort. Schokolade, immer und überall. Gleiches gilt übrigens für Kaffee.

Als mich die Schwiegermama dann bat, für ihren Geburtstag doch bitte etwas Leichtes, Sommerliches ohne Schokolade zu backen, ging das gegen sämtliche meiner Überzeugungen. Nahezu alle sommerlichen Kuchen fahren nämlich mit einer ordentlichen Portion Sahne oder Gelatine auf – vegan oder wenigstens laktosefrei und vegetarisch ist da schwer. Und wo ist die Schokolade? Meine Suche nach guten Rezepten wurde auch enttäuscht. Ich meine … Wo ist die Schokolade?

Ein Close-up der Tarte: Der Kuchen wurde von der Seite fotografiert, sodass man die weiße, gewellte Tarte-Form sieht. Die Himbeeren und Heidelbeeren, die zur Deko am Rand entlang gelegt sind, stehen im Fokus. Leicht verschwommen sieht man in der Mitte der Tarte den Ring aus Pistazien und einige Minzblätter.

Was soll ich sagen? Was nicht passt, wird passend gemacht – und herausgekommen dabei ist das Liebeskind diverser Rezepte. Eine leichte, vegane Panna Cotta aus Kokosmilch gekrönt von einer erfrischenden Schicht Beeren. Wie süß die Tarte schmecken soll, ist dabei dir überlassen – die im Rezept genannten Mengen lassen sich leicht anzupassen.

Tarte-Schale:

  • 25 Gramm ungesalzene Pistazien*
  • 75 Gramm gemahlene Mandeln
  • 165 Gramm Weizenmehl
  • 30 Gramm Puderzucker
  • ½ gestrichener Teelöffel Salz
  • 115 Gramm ungesalzene Pflanzenmagarine, kalt, klein gewürfelt
  • 20-30 Milliliter eiskaltes Wasser

Kokos Panna Cotta:

  • 400 Milliliter Kokosmilch (wer möchte, kann die fettreduzierte Variante nehmen)
  • 1 gehäufter Teelöffel Agar Agar
  • 4 Esslöffel Zucker
  • 4 Tropfen Vanillearoma oder eine ausgekratzte Vanilleschote (die leere Schote kannst in der Kokosmilch mit Erhitzen für ein stärkeres Aroma)

Beerenspiegel:

  • 300 Gramm Beeren deiner Wahl (ich habe Heidelbeeren, Himbeeren und Erdbeeren zu ca. je einem Drittel genommen)
  • 1 Esslöffel Zucker
  • 1 halber Teelöffel Agar Agar

Ofen auf 180°C Umluft vorwärmen. Eine Runde Form (24-28 cm Durchmesser) mit Backpapier auslegen oder die Form buttern und mit Mehl bestäuben.

Das Wasser kalt stellen. Die Nüsse fein mahlen bis sie ungefähr die Struktur feiner Brotkrümel haben und ein wenig zusammenklumpen. Das Mehl, Salz und Puderzucker unterrühren. Jetzt die kalte, klein geschnittene Pflanzenmargarine dazugeben, bis sich größere Krümel bilden. Den Rührer auf langsamer Stufe laufen lassen und nun das eiskalte Wasser hinzufügen und mit dem Rühren stoppen sobald größere Klumpen entstehen.

Den Teig in der vorbereiteten Form verteilen und bis zu den oberen Rändern ausdrücken. Der Teig sollte etwa 3-5 Millimeter dick sein. Mit einer Gabel Löcher über den Boden des Teiges einstechen. Zum Ausbacken des Mürbeteigs ein weiteres Backpapierstück auf den Teig legen und getrocknete Hülsenfrüchte wie Erbsen oder Linsen in die Form füllen.

15 Minuten lang backen, dann die Hülsenfrüchte und das dazugehörige Backpapier entfernen, für weitere 10-12 Minuten backen bis sich die Ränder goldbraun färben. Tarte herausnehmen und gut auskühlen lassen.

Kokos Panna Cotta

300 Milliliter Kokosmilch mit Zucker und Vanille in einen Topf füllen und erhitzen. In der restlichen Milch das Agar Agar auflösen, in die Menge geben und gut umrühren. Die Mischung für etwa zwei Minuten gut aufkochen (umrühren!) und dann kühlen lassen. Parallel kannst du dich nun um die Beeren kümmern.

Beerenspiegel

Beeren deiner Wahl pürieren – wem’s gefällt, auch gerne mit etwas Minze oder Basilikum. Wer hat und mag, kann auch gerne einen großzügigen Schuss (Beeren-)Saft oder Likör dazugeben. Die Menge mit dem Zucker und Agar Agar erhitzen und für etwa zwei Minuten aufkochen lassen (ans Umrühren denken, damit auch nichts anbrennt). Abkühlen lassen.

In die abgekühlte Tarte das warme, aber nicht mehr heiße Kokos Panna Cotta schütten und gut verteilen. Für fünf Minuten abkühlen und setzen lassen. Vorsichtig die nicht mehr heiße Beerenmischung schütten und gleichmäßig verteilen.

Achtung: Das Panna Cotta und die Beeren während des Abkühlens in den Töpfen regelmäßig umrühren, da das Agar Agar bei sinkender Temperatur schnell fest wird und sich dann nicht mehr schön verteilen lässt. Agar Agar hat zwar die tolle Eigenschaft, dass es wieder flüssig wird beim Erhitzen, aber das ist ja nicht Sinn der Sache. Den Kühlungsprozess in den Töpfen mit kaltem Wasserbad oder ähnlichem zu beschleunigen, würde ich also nicht empfehlen.

Dekorieren könnt ihr nach Lust und Laune mit Nüssen und Beeren – bei letzteren aber gut aufpassen, dass die Masse nicht mehr zu heiß ist, sonst wird das schnell zu einer matschigen Angelegenheit.

Die Masse in der Tarte kühlen lassen und dann in den Kühlschrank stellen – nach spätestens einer Stunde habt ihr eine wunderbar sommerliche vegane Tarte. Lasst’s euch schmecken!

 

*die Pistazien können auch komplett durch Mandeln ersetzt werden.

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